Wer sich öffentlich für Jesus und Seine Sache erkläret, wer seine Ehrfurcht und Liebe ge- genZhn ohne Rücksicht auf Andersdenken- d e an Tag legt; der darf sich freuen, Jesus, der nun ewig lebt, ist Zeuge seiner Thaten, und er wird sich einst, wie diesen Frauen, auch ihm auf die freundlichste Weise zu erkennen geben.

Petrus, Johannes und Magdalena wa­ren schon auch beym Grabe angekommen. Die beyden Jünger untersuchten etwas genauer die Tod­lengruft; ordentlich sahen sie die leinenen Bin­nen, worein Arme und Füsse gewickelt waren, da liegen, und was noch auffallender war das Kopftuch lag allein, an einem besonder» Orte zu­sammengelegt. Alle diese Umstande machten auf Jobannes einen solchen Eindruck, daß er an die Möglichkeit der Auferstehung Jesu zu denken anfieng; Petrus aber konnte alles Gesche­hene nicht begreifen; in seinem Herzen, worinn ohnehin eine tiefe Wunde der Verleugnung seines Meisters wegen blutete, war noch kein Funke des Glaubens.

Es ist nämlich was auch diese Jünger er­fuhren eine ewige Wahrheit: Je reiner und ru­higer das Herz ist, desto heller und wirksamer kann das Licht der richtigen Erkenntniß in dasselbe hin­ein fallen.