III

Das alles bringt uns in Verlegenheit; Furcht und Hoffnung, Trauer und frohe Erwartung käm­pfen mit einander in unfern Herzen."

O wie seyd ihr so unverständig und gedankenlos fieng itzt der Unbekannte an: wie lange könnt ihr das nicht einse- hen, was mit Jesus nach dem Ausspru-. che der heiligen Schriften geschehen mußte? Das alles mußte Er leiden, um so zu Seiner Herrlichkeiten ge-lan- gen."

Voll Verwunderung hörten die beyden Jünger diese Worte, und jeder dachte bey sich, wer wohl dieser Mann seyn möge, der so tiefe Einsichten in die Geschichte ihres Meisters, und in das Unbe­greifliche Seiner Schicksale verrathe.

Der Unbekannte gieng aber in seinen Be­lehrungen noch weiter. Er führte 4hnen alles ins Gedächtniß zurück, was schon Moses und nach ihm die übrigen Propheten von dem kom­menden Meffias sagten, und machte sie aufmerk­sam auf jede Schrift stelle, die auf ihn Bezug hatte.

Ein Licht nach dem andern gieng den Jüngern auf; sie gewannen den Mitreisenden Fremdling so lleb, daß sie ihn bathen, als sie den Flecken un­vermerkt erreicht hatten, er möchte doch bey ihnen