de der Frauen hörten. Dunkel, unbegreiflich und unerklärbar ist ihnen alles, und keiner von Beyden ist im Stande, die immer wieder kommenden Zwei­fel des Andern zu lösen.

Ein Unbekannter kommt ihnen nahe, den sie aber wegen der Lebhaftigkeit des Gespräches erst dann bemerkten, als er sie freundlich grüßte, und voll gutmüthigcr Theilnahme um die Ursache ihrer Traurigkeit, und den Jnnhalt ihrer Reden fragte. Wovon können wir reden, als von dem war ihre Antwort was in diesen Tagen zu Je­rusalem vorsiel, und was auch dir, wenn du nicht ganz ein Fremdling in dieser Stadt bist, nicht un- bekannt seyn kann! Wir reden von Jesus, dem Nazarener, der ein großer Prophet, mäch­tig in Wort und That ein Wunderthäter, ein Lehrer ohne seines Gleichen war. Wir sind trau­rig über Sein bitteres Loos, traurig, daß Ihn der Haß seiner Feinde in den Tod lieferte. Wir haben unsere Hoffnung auf Ihn gesetzt, von Ihm erwarteten wir Israels Rettung; aber schon am dritten Tage ruht Sein Leichnam im Grabe. Zwar kamen schon heute einige Frauen von seinem Grabe zurück, mit der Nachricht, daß er lebe; auch gicngen Einige von den Unsrigen hin­aus zur Gruft, die alles der Aussage der Frauen gemäß fanden, Ihn aber selbst nicht sahen.