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Voll Macht und Liebe sahen sie Ihn wirken; ihr Vertrauen auf diese Macht und Liebe muß­te also mit jedem Tage zunehmen.

Deßwegen sagt ihnen Jesus mit Recht:Bis­her habt ihr um nichts in meinem Na­men gebethen." So machen es alle Men­schen, denen ein liebvoller und mächtiger Freund seine Gunst und sein Wohlwollen schenket. Auf seinen Schutz und seine Hilfe verlassen sie sich in jeder gefährlichen Lage, und in ihrem Gebethe fle­hen sie nur um das: der Himmel möchte ihnen ihre Stütze nicht wegnehmen, sie ihres Freundes nicht berauben.

Wenn also auch die Jünger betheten wel­ches sie gewiß oft thaten so geschah es zur Verehrung des unsichtbaren Gottes, zu ihrer eig­nen Stärkung im Guten, zur Dankbarkeit für je­de empfangene Wohlthat, und zur Erhaltung neuer Gnaden: aber in Jesus Namen zu bitten, daran kam ihnen kein Gedanke, weil sie Ihn bey sich hatten, und von dem Edlen, der ihnen so viele Beweise Seiner Liebe gab, Alles begehren konnten und durften.

Allein es kam die Stunde, wo Jesus ihnen sagen mußte:Ich sitze das letzte Mahl in eurem Kreise, und nach einer kurzen Weile werhet ihr mich nicht mehr sehen !" Es kam