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I.
Ganz überzeugt waren nun die vertrautesten Freunde Jesu von Seiner Auferstehung; denn sie hatten Ihn gesehen — sie lagen zu Seinen Füssen, und schauten hinaufssn Sein freundliches Auge; — sie hatten gehört Seine liebliche Stimme , und Thranen der Freude vor dem Neulebendigen geweinet. —
Nun fühlten sie erst das Glück, Seine Freunde zu seyn, nun dankte jeder für seine Erwählung, und die Herzen Aller schlugen voll heisser Liebe und neuer Anhänglichkeit nur Ihm entgegen. —
Doch war noch Einer, der noch keine Ruhe und keinen Frieden im Herzen hatte, den nur bange, unauflösliche Zweifel umlagerten, und dessen Auge nur den todten Meister am Kreuze, aber keinen Stern des Trostes und der Hoffnung erblickte. —-
Der war Thomas, mit dem Beynamdn Dl- dymus. — Er liebte den Meister nicht weniger, als alle seine Mitjünger; ja er war schon einmal vor allen andern entschlossen, da der Meister noch die Nachstellungen seiner Feinde zu fürchten hatte, mit Ihm zu sterben: aber als er Ihn wirklich todt und begraben wußte, da siel er — ohnehin zum Tiefsinn geneigt — von einem Abgründe des Zweifels in den andern; —> da wurde

