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Erster Aufzug.
v Der kleinste eurer Schritte,
^ Der gcringst eurer Blicke
Wiro euch falsch ausgelegt.
Gleich einem schönen Pferde Schnaubt er, stampft mir den Füßen, Daumt auf, und spitzt die Ohren:
Man glaubts nicht, wie er ist.
Auf, zähmet ihn und heilt ihn,
Wie ich's jetzt machen werde,
Durch irgend eine Untreu.
Und doch, Sabine, suche ich vergeblich ei- , nett Vorwand zu meinem Vorhaben. Ich bete Konraden an; und doch rnöcht ich ihn nicht, wenn er eifersüchtig wäre. In dem Grafen bewundre ich einen groß- müthigen Nebenbuhler; seine Tapferkeit, seine Reichrhürner, seine vornehme Geburt, alles dieß macht auf mein Herz Eindruck. Aber so viel schmeichelhaftes für mich der Graf auch hat; so schwindet dieß doch alles, wenn ich Konradrn erblicke.
; Sab. Wie? Ihr habt schon seine Gleichgültigkeit vergessen?
' Ros. Nein; ich denke noch daran. Aber-- Gab. Was aber?
RZs. Ich soll ihm also untreu werden, um ihn zu bestrafen l
Sab.

