I. Abtheilung.

Hoch aus cntwölkter Höhe Auch kann der zündende Blitz erscklagen; Richt'ger d'rum in Deinen fröhlichen Tagen Das Unglück fürcht' und seine Nähe.

Immer lern' daher kennen den Schmerz!

Nur wer Güter hat, die vergänglich zieren,

Er allein muß fürchten, zu verlieren. <

Neinhold. (Der Beschützer der Unschuld.) Rufe die Freude! laß uns eilen,

Eilen, uns recht zu erfreun. sinnier eilen, nimmer verweilen,

Nimmer weilen, vergnügt zu sein!

Hoch setzt uns Fortuna auf ihr Rad, Obschon, wer heute den Lichtsitz oben hat, Liegt morgen oft schon unten. Wer klug, Der füge sich klug auch diesem Betrug.

. Richard. (Der Kraftvolle.)

Rasch entflleh'n dem Weisen die Sorgen, Ihn findet fröhlich jeder Morgen;

Erosus konnte von ihm noch borgen,

.Heiter trifft ihn die Nacht.

Auch ist's ihm von der Weisheit gegeben, Recht froh zu sterben uud froh zu leben; Denn Alles steht in seiner Macht.

Niekcheu. (Dir Artige.)

Reine, heilige Freundschaft Ist des Himmels schönste Gabe;

Es ist selig, voller Kraft,

F?einer> dem fie nicht ihre Rechte beut; EHöre der Freuden bis zum Grabe Erntet heilige Freundschaft;

Nur ihre Pfade sind mtt Blumen bestreut!

Robert. (Der Nathgeber.)

Rein erhalte Dir den Gottesfricdcn,

Ob auch langes Kämpfen Dir beschielen;