Denksprüche.
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28 .
Was das Athemholen den Lünzen, die Wissenschaften dem Verstand, das ist das Gebet dem Herzen. Wie gesunde Lust leibliches Wohlsein schafft, so schafft das Gebet geistiges. Hinter ihm her ziehet der Friede, ihm zuvor gehet daS Vertrauen, ihm zur Seite die Zuversicht, die Liebe und die Ergebung.
Wi llam o v.
29 .
Wirf deinen Anker nicht in die Tiefe des Erdenschlammes , sondern in die Höhe des Himmelblaues, und dein Schisflein wird fest ankern im Sturm.
Zean Paul.
30 .
Nicht bloßes Wissen, sondern nach deinem Wissen Thun, ist deine Bestimmung! So ertönet es lautim Innersten meiner Seele, fo bald ich nur einen Augenblick mich sammle und auf mich selbst merke. Nicht zum müßigen Betrachten und Beschauen deiner selbst, oder zum Brüten über andächtige Empsindungen — nein, zum Handeln bist du geschaffen, und allein dein Handeln bestimmt deinen Werth.
Fichte.
31 .
Still und klar ins Leben schauen,
Treu verwahrt die freie Brust,
Keiner Lockung Reiz vertrauen.
Bringt des Lebens höchste Lust.
Ziehn auch Wolken weit und weiter Um den kleinen Erdenball:
Ist in uns der Himmel heiter,
O so ist er's überall!
He inrvth.
32 .
Was ist die höchste Tugend?
Hebt hier die Seele schon,
Trotz dieses Staubes Mängeln,
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