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11. Llbtheilung.
51 .
Betrachte immer drei Dinge, die Kürze dieses Lebens, große Gefahr der Seele, und daß deren so wenig sind, die diese Gefahr achten.
52.
So leben, wie man wünscht zu leben,
Und'seines ganzen Lebens sich bewußt,
Die Freundeshand dem Tode geben,
Sv sterben, das ist Lust.
G l e i m.
53.
Zm Herzen wohnet unsrer Thaten Richter.
Da richtet er, das wissen wir gewiß.
Er ist gerecht. Nicht, wie wir's wollen spricht er; Kein Wort besticht ihn, schmeichelt's noch so süß.
Zu ihm nicht gehe nach vollbrachter That,
Nein, eh Du handelst frage ihn um Rath.
54.
Zwei Bücher sind Dir aufgethan,
Die Liebe Gottes zu zeigen an,
Sie heißen Bibel und Natur!
In beiden erkennst Du seine Spur,
In Worten und That, mit Geist und Sinn,
So geh' und lies recht fleißig d'rin!
Gebauer.
55.
Es dreht sich die Welt und der Menschen Geschick, Genieße die Freude, sie kehrt nicht zurück Das Leiden ertrage mit fröhlichem Muth,
Denn siehe, es dreht sich, es wird wieder gut.
Ä. F i n ki
56.
Wo Wahrheit lebt und edle zarte Liebe,
Da blühet auch der Freuden Vaterland,
Und dem wird nie ihr heitrer Kranz verblühen. In dessen Brust die reinen Flammen glühen.
v. Oppeln.

