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Freundin g'sagt.

Murr. In Lerchenfeld und Her- nals hat sie sich herumtrieben, in Wirthshäusern, wo nie ein ordent­licher Mensch hinkommt.

Steiger. D'rum war's mir so bekannt, i muß sie öfters dort g'seh'n haben.

Falkner. Red, vertheidige Dich.

Jakob. Die Ausspielerin hat Ihnen nit verlassen, wie Ihnen Alles aufgeben hat, sie hat ein Herz, das is ihre beste Verthei- digung.

Nani. Iinnig.I Ja, Jakobs Du hast Recht g'habt, Du hast mich g'warnt, Du hast mir's voraus-1 g'sagt. War' i keine Ausspielerin, war' i das ärmste Fabriksmadl, die letzte Spulerin, so könnt' i jetzt mit dem Stolz der ehrlichen Arbei­terin diesem Volk entgegentreten, das mein Aus spielerkörbl als Schanz, korb braucht, um die eigene Mise- rabilität zu verdecken. Aber noch is j 's Zeit. Roch bin i jung und kräf­tig i kann arbeiten, i will ar-l beiten, und Du, Jakob, Du. wirst mir verzeih'n, mir die Hand! reichen, mir den reckten Weg zeigen.

Jakob. fzärllich.^ Nani!

Neunte Scene.

Agerl smit dem Kaffehhäferl.

Vo ri g e.

Agerl. I bitt'um Verzeihung, daß i so keck bin, aber am Holz­platz unten haben's g'sagt da is er richtig, da rs er

Spannb. Schau, das g'fallt mir, Jakob, daß Dir Dein Braut den Kasseh nachtragt.

N a ni. jIakobS HandloSlaffend.j Deine Braut? Is wahr?

> Jakob, fernste I Hab ihr 's Heirathen versprochen als ehr- s licher Mann halt i mein Wort.

Nani. fschmerzlichl Ja freilich. Ich Hab mein Glück verscherzt, mir g'schieht recht.

Steiger. Sie, was is denn? Glaubts vielleicht mein Haus is ein Durchhaus? Schauts, das wei ter kommts in meinem Hau ' is kein Platz für Euch, so Wenigs als für bankerote Kaufleut oder, zweideutige Ausspielermadeln.

Jakob. I Der wird mir ba ld eine abbetteln.I

Falkner. >zu Nanij. Komm, laß uns fort. fSich bestnilendj. Wohin

Fr. v. Parkow. Sie könntr? zu uns, aber Sie wissen, logiere wir im Gasthof

H r. v. Parkow. Und heute Abend reisen wr'r ab.

Spann b. Dem Alten Habens das Häfen schön aufg'setzt, jetzt erbarmt er mir wieder Sie alter Herr lasscn's ein g'scheidts Wort mit Ihnen reden. Wanns ein Ouatier brauchen, kommens zu mir ins Lichtenthal, 's Bett von meiner Se­ligen steht leer, seit'S tobt is, da könnens schlafen wenn Ihnen s'Bett nit z'schmalis, denn dieMei- nige war nit viel dicker als i.

Brücker. Bei mir könnens es­sen, wann's mit Hausknödl zufrie­den sein,

Stoß. Wann's ein Durst ha­ben kommens zu mir. I trink nit viel, aber oft.

Falkner, kgerühnj. O, mein Gott!

Agerl. Und i wasch Ihnen d'Wäsch z'viel werden's eh net haben.

Nani. Nein,mein gut's Kind, das thu i selbst für mein On­kel; denn von heut an is die Aus­spielerin, eine Arbeiterin.