Murr. Ich dank' Ihnen für die Auskunft. Und lebt man gut in Amerika?
Rich. Gut?6oddsm! Man lebt himmlisch, übvine, göttlich! es gibt kein Leben, als in Amerika, wo es nur freie Bürger gibt, die nichts zu arbeiten brauchen im Lande der Freiheit, besonders, wenn sie viele Sklaven haben. —
Murr. Sklaven im Lande der Freiheit? sonderbar! Warum kehren Sie denn nach Europa zurück?
Rich. Ich habe eine wahnsinnige Sehnsucht, meine Verwandten zu sehen.
Murr. Aha! Da bringen Sie wahrscheinlich auch die Dollars und Goldstangen aus Amerika mit, das thun die heimkehrendcn Väter und Onkeln im dritten Akt immer.
R i ch. Nur auf dem Theater, my deer, im praktischen Leben kommen sie so. sZeigl links und rechts die leeren Hosensäcke herauSZ
Murr. ^Betrachtet sie langsam.! Na, da hätten's schon drüben bleiben können, — solche haben wir bei uns genug.
Rich. Das versteh'» Sie nicht. Man geht aus Deuschland fort mit zwanzig Jahren mit etwas Geld und viel Gesundheit, um in Amerika das Leben zu genießen; hat man drüben genug getanzt, getäfelt, gesoffen, gespielt, gewett- ritten, gehahnenkämpft u. s. w.; ist endlich Jugend, Gesundheit, Kraft und Geld beim Teufel, d nn kehrt man in's liebe deutsche Vaterland zurück, und läßt sich — von der Gemeinde erhalten.
Murr. Ah, das ist ein netter Herr, der Austern - Amerikaner.
R i ch. Zum Glück gibt's in Deutschland noch immer dumme Kerls genug, bei denen ein genialer Bankee was verdienen kann. Zah
len Sie mir meine 5 Pfund.
Murr. Das macht nach un- serm Geld einen Fufz'ger. Gut. — I gib Ihnen das Geld —aber Sie geben mir Ihr Ehrenwort als Gent- lemen, daß Sie mein Geheimniß keiner fremden Seele ver rathen bis übermorgen.
Rich. Well! Ich gebe Ihnen mein Ehrenwort, bis übermorgen erfährt von mir keine fremde Seele Ihr Geheimniß, m>on G«ntleman s word! Aber ein Nachtmal können Sie zahlen, Sie deutsches Bierfaß. sMusik hinter der Scenes
Murr. Wegen meiner. sWenn i mich noch einmal hinter ein Gebüsch leg, bevor i g' schaut Hab, so sollen mich die Gelsen als Jausen fressend Aha, der Festzug!
Sechste Scene.
^Festlicher Zug der Holzscheider, voraus Kapellmeister Zweckerl mit der Bioltne, sechs Musikanten, ein Ro- coco - Fähnrich mit einer großen Fahne. Sechs weiß gekleidete Mädchen mit Polstern, auf denen kleine Scheiter Holz liegen. Vier Männer, einen Schubkarren tragend, hieraus die Holzscheider mit ihren Weibern und Kindern, die Männer phantastisch mit Laub aufgeputzt, die Weiber und Kinder eben so, tragen Schinken , Würste und Gugelhupf u. s. w.
Zweckerl. Spannberger mit Fr. Kathl.Stoß mitderWir- thin. Falkner mit Na ni. Jakob mit Agerl. Bruckner.
Vorige.
Zweckerl. slm Gehens Das is der Platz, wo die braven Männer Halt machen. Ah, v'e*i bon! c’est bon!

