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Jakob. Jetzt kann 's fest an geh'n.

Wirth. 's Küchel -Departe ment besorg i, also abliefern, was cm Viktualien da is. sDie Würste Schinken u. s.w. werden abgeben.

Zweck. jvortretendj. Zuerf kommt eine Ouvertur, komponirt von mir aus G-moll unter dem Titel: Ein Vivat den Lebendigen Thränen den Todten!

S p a n n b. Gehst weiter, Win- sel-Direktor! Ouvertur. das is so was Langweiliges, was lang dau ert, das kannst auf d'Letzt ma chen.

Zweck. Was? meine Ouver- tur auf d'Letzt? Das geht nit.

Brücker. Wir wollen's aber so. Wir zahlen die Kunst, folglich muß's thun, was wir wollen.

Zweck- swütbcnd.l Ja, das is der Fluch der Kunst; die was ver­steh'», zahlen nix, und die was zah len, versteh'n nix.

Jakob. A Tanzel brauchen wir.

Zweck. Schon da, braver Mann, schon da. L« - 6m - Walzer unter dem Titel: Holzscheiders-Schub­karn -- Radl-Sprießl -- Klänge. Is das ein Titel, was?

Jako b.Dazu kommt ein kleines Ballet, zusammeng'stellt von mir Nani, Du wirst eine Anspielung auf Dich d'rin finden, Nani.

Agerl. l;upft ihnj. Zu was brauchst denn auf d'Nani anzu-- spielen.

Jakob. Ja richtig, die Nani geht mich nix an! Mit unserm September-Fest is zugleich auch immer ein Akt der Wolthätigkeit und eine Würdenvertheilung vrr- bunden. Für d'Wohlthätigkeit geht der Wirth mit'n Teller, 's g'hört zur Kinderbewahr-Anstalt.

Wirth. Ja, i bitt um reich­

liche Beiträge, denn je mehr Kin­der als wir kriegen, desto lieber is uns. sGeht absammeln.j

Jakob. Ja, die feierliche Er­nennung kommt jetzt. Es lebt ein Mann unter uns, ein braver Mann, den das Unglück unverdient her- unterbracht hat. I mein den da. szieht den überraschten Falkner her- vor.j In Anbetracht dessen haben wir Holzscheider in corpore be­schlossen, ihn zu unserm Rechnungs- führer zu ernennen, womit ein mo­natlicher Gehalt von 16 fl. 42 kr., freies Quartier und ein Holzdepu­tat verbunden is.

Zweck. Ein Holz kriegt er a, der brave Mann!

Falkner. Igerührt.j Ihr wa- ckern Leute!

Spannb. No, kein Stoß 3 schuhiges kriegen's net, Sie kriegen halt Mischling, Prügelholz Jakob. Das macht nix, wir schau'n schon, daß Sie ordentliche Prügel kriegen.

Murr. Weil die Feierlichkeiten heut schon feierlich auf einander fol­gen, so komm' ich auch. Ich liebe die Nani, sie liebt mich wieder, wahn­sinnig, und d rum halt' ich jetzt bei ihrem Onkel, den g'strengen Herrn Rechnungsführer um dieNani- Hand an.

Jakob. sDieser Onkel is jetzt der Strohhalm, an dem ich mich anklammere.s Ich bitt Ihnen, lieber Strohhalm, schlagen's ihm's ab.

Falkner' Wie, Nina? Bist Du wirklich gesonnen?

Nani. Mein Gott! was bleibt mrr übrig. Ich bin arm den Mann, der mich gern g'habt hat, Hab' ich verscherzt. Der Herr da meint's gut mit mir, geben Sie Jh" re Einwilligung, lieber Onknl.

Jakob. sFest bleiben, lieber Strohhalm. ]