Spannb. Jetzt habe'ns Zeit, daß Sie fortkommen. —
Murr. Gut, ich geh' — aber nicht etwa aus Furcht vvr Euch, sondern weil ich den Sievringcr Stellwagen um 7 nit versäumen will. kGeht ob.]
Fr. Kathl. kJetzt is der Jakob nimmer z'hab'n. Vielleicht laßt sich derHerr v. Murr fangen, weil er so heirathslustig is. — sZur Gesellschaft^ Empfehle mich allerseits, i werd mit'n Sivringer Stellwagen um 7neinfahren, fgeht selben Weg ab.^
Jakob. fJst in lange'« inner« Kampfe dagestanden, nun spricht er. | Nani l
Nani. lschüchter«! Was denn, Jakob?
I a k o b. Du hast mir das Loos nit verkauft, Nani, bloß versetzt.
N a n i. Ja, unter der Bedingung, daß es Dir g'hört, wann is bis zum Ziehungstag nit einlösen kann.
I a k o b. Du hast es nit g'wußt, daß gestern Ziehung war.
Nani. I Habs überfth'n, s is meine Schuld.
R i ch. Das gibt'n Proceß, n' ungeheuren Proceß!
Jakob. O nein, denn i gib das Loos der Nani z'ruck.
Nani. Und i nimm's nit.
Jakob. Brave Nani.
Nani. Ehrlicher Jakob, fkom- men ganz nahes
Jakob. O Nani!
Nani. O Jakob! fumschlin- gen flty,
R i ch. Lächerlich, europäischer Edelmuth.
Ag erl. smit einem Smck Gugelhupf. Hat stch hinter Beide gestellt, klopft sie auf die Achsel.^ He pst! sBeide fahren verlegM auseinander .\ I glaub, 's G'scheMste wird sein, Ihr theilt's Enger Loos mit einander. Ich tritt Ihnen den Jakob ab,
mögen thut er mich so nit.
Na n i. Agerl. ). , ..,
Jak o b. Gute Agerl zl^Sletchl
Agerl. [ mein ent) 1 S'is freilich hart, daß i jetzt kein' Bräutigam Hab'.
Rich. sgeckenhaft vortrctend.s Bitte, wenn Sie nothwendig Einen brauchen, nehmen Sie mich.
Agerl. saus dem Weinen in'S Lachen.I Hi, hi, hi! G'fall'n that mir der Herr schon!
Rich. Natürlich.
Agerl. DerHerr is wobl ein Bißl klewer.
Rich. O, 's gibt welche, die noch klewerer sind. —
Jakob. Wir geben Euch 's Geld, daß Ihr ein G'schäft anfangen könnt's.
Agerl. O, i bin nit so arm. I krieg ein Paar Guld'n von meine Leut in Gmunden, und mein Öhnl hat ein Haus in Wels.
Rich. Das ist sehr vernünftig von dem Öhnl.
Agerl. 's is wohl ein Bißl baufällig, voll Riß und Sprüng.
Rich. Thut nichts, wir wer- den's schon verputzen.
Jakob. Ah nein, Schwager, das geht nit, der Schwager muß jetzt solid werden. Agerl, Du mußt mit dem Amerikaner deusch reden.
Agerl. lzieht Richard, der mit den Mädchen kokettirt, an fich.s Da bleiben, Kleinbeinleter, nit spernzeln.
Rich. Goildam! Ist das eine deutsche Urwüchsigkeit.
Jakob, Onkel, jetzt brauchen wir allseitig Ihre Einwilligung.
Falkner. Und ich gebe sie von Herzen.
Jakob. Victoria! lustig! aus- schau'»! Herr Wirth, heute geht's auf meine Rechnung. > Allgemeiner Jubel. I Kameraden, so ein fröhliches Fest ist seit 1683 nit g'feiert wor-

