VI.
Aünm hm Dein Weh,
Wirf'S in die See Der heißen Gvttcslicbe!
O, sie verzehrt,
Was Traurens wcrth.
Und nichts als Lust Dir bliebe!
Die Thräne schwer Laß nun im Meer Der GvtteSgnad' verschwinden. O, sieh' wie klein Die Thräne Dein, —
Sic ist nicht mehr zu finden.
Das ganze Herz Mit seinem Schmerz Leg' still in Jesu Wille».
O, Seine Treu Ist täglich neu,
Wird Dich mit Frieden füllen.
würden aber Margareth nicht wieder gekannt haben,
oder irre an ihr geworden sein, wenn sie dieselbe kurze
er Zeit darauf einsam an den Wiesen hätten spazieren gehen sehen. Sie hatte sich den ganzen Nachmittag Gewalt angethan, nun litt sie es nicht mehr unter den Menschen,
auch die liebsten waren ihr jetzt zu viel, sie mußte allein
sein. Und da ging sie mit schnellen Schritten auf und ab, ihr Herz pochte, ihre Stirn brannte sieberisch, schon

