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ten Woche, unterscheidet es selbst die Stimme der Mut­ter. Von da b i l d c t sich das Gedächtniß immer weiter aus, und umfaßt in Kurzein eine Menge der verschie­denartigsten Gegenstände, so daß man erstaunen muß, wenn man bedenkt, daß noch wenige Monden vorher dem Kinde Alles neu, Alles unbekannt auf der Welt war. Wie viele Tausende von Worten und Begriffen lernt nicht das Kind in den beiden ersten Jahren seines Lebens kennen, und wie thätig, wie vortrefflich muß also nicht das Gedächtniß schon in diesem zarten Alter sein! Doch ist natürlich nicht bei allen Kindern ein gleich gu- tes Gedächtniß zu bemerken. Je mehr Sorge für das physische Wohl des Kindes seit seinem ersten Entstehen getragen ist, je mehr man das Kind geistig anregt und es übt, die Dinge, welche cs umgeben, sich zu merken, ohne dabei durch Ueberrcizung, Zwang oder Langeweile den Geist gleichzeitig zu unterdrücken, desto schneller und vorzüglicher wird man auch das Gedächtniß sich entfal­ten sehen. Freilich dürfen wir hier das mochis in re- bus ebenfalls nicht vergessen. Eine zu schnelle, zu glän­zende Entwickelung des Gedächtnisses und der übrigem Geistesgaben, zeugt von gefährlicher Frühreife, die stets mit Siechthum des Körpers, namentlich mit englischer 'Krankheit, verbunden ist. Wir werden weiter unten nochmals auf diesen Punkt zurückkommen.

Um ein gutes, d. h. Seeleneindrücke festhaltendes und nie versagendes Gedächtniß zu besitzen, ist es nöthig, daß man überhaupt den Gedankeninhalt seines Geistes stets Zusammenhalte und gleichsam über­sehe, daß man also mit einem Worte besonnen sei; denn ein besonnener Mensch besinnt sich leicht, welches sogar der Ausdruck für:er hat ein gutes Ge­dächtniß" ist, während Zerstreute zugleich unbe­sonnen und also ohne Gedächtniß sind.

Wir wenden uns nun zu den verschiedenen Arten