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leichter Eindrücke machen, als in das härtere des Grei­ses. Tder man dachte sich anck, daß die Eindrücke ge­wisse Zeichen oder Bilder im Gehirn erzeugten, die so­genannten vestigia rerum (Spuren der Tinge), welche in den Fäserchen des Gehirns vertheilt wären, bei je­der Rückerinnerung wieder hervorgeholt würden, oder welche auch unsere Seele, wenn sie sich an Etwas er­innern wollte, wieder ablese, wie man sonst wohl seine srühcren Erlebnisse im Tagebuche wieder nachliest. Un­sere heutigen Philosophen verstehen cs nun, ihren Wor­ten einen größern Anstrich von Wissenschaftlichkeit und Gründlichkeit zu geben, ohne dabei dem Ziele gerade naher zu kommen. Sie sagen:Das G e d ä ch t n i ß ent­steht vielmehr ursprünglich durch das Auffassungsvermö­gen, oder besser dadurch, daß die Sinne offen sind, daß die Außenwelt durch dieselben ausgenommen wird, oder mit eineni Worte: das Gedächtniß entsteht ursprünglich und sehr frühzeitig schon durch die S i n n e n e i n d r ü ck e. Jeder Sinneneindruck erregt astemal das Gehirn; kommt derselbe Eindruck häusigcr, so bewirkt er im Gehirn eine Veränderung (Reizung) irgend welcher Art, die bleibt, bis sie nicht überwiegend durch andere Reizungen verdrängt wird, und den Gegenstand, das Bild, den Ge­danken u. s. w., dessen häufigere Wiederkehr jene Rei­zung hcrvorbrachte, bei der leisesten Anregung desto schnel­ler und vollkommncr wieder hervorcuft, je öfter er früher wiederholt wurde. Das ist nun zwar etwas, und Wiehes scheinen möchte, tief Wissenschaftliches; allein betrachten und prüfen wir diese Erörterung genauer so finden wir doch, daß sie zur Lösung unseres Räthsels nicht das Mindeste beiträgt. Ta wir selbst jedoch nicht im Stande sind, etwas Besseres darbieten zu können, so müssen wir uns schon bierbei beruhigen.

Nun zu Ende dieses einleitenden Artikels noch ei­nige Worte über die Wichtigkeit und den Nutzen eines guten Gedächtnisses.