Dom

Domcapitel, f Lapitel.

Domesnes, Vorgebirge in Curland, wel­ches die holländischen Schiffer de Cur- fche Vorft van de blaue Berg nennen»

Es erstreckt sich gegen Norden in den liefländischen Meerbusen und ist den Schiffen, die nach Liefland segeln wol­len, wegen seiner weit hervorragenden Geebank gefährlich. Um die nach Lief- land segelnden Schiffe hiervor zu war­nen, sind - hohe Feuerbacken gegen ein­ander gebaut, worauf vom ersten AuguA bis ersten Jänner die ganze Nacht hin­durch starkes Feuer unterhalten wird.

Domestiken, die Hausgenossen, ingleichen die Bedienten eines Herrn. Affaires domeftiques, nennt man die innerlichen Geschäfte eines Staats, oder Hauses.

Domfrons, kleine Stadt in der Landschaft Maine in Frankreich.

voinicelli, hießen vor Zeiten die apana- girten Herren und bedeutete so viel, als junge Herren, weil nur der Erstgebor­ne allein den Titel eines Herrn führte.. Noch jetzt nennt man in etlichen Stif­tern die jungen und Nebeneanvnicvs Domicelkarherren, welche erst alsdenn wirkliche Domherren werden, wenn äl­tere sterben.

Domtnau? s. Domnau.

Domine, heißt in Holland ein Prediger.

Domingo, s. 8. Domingo.

Dominica, s. Dominique.

Domintcalsteuev, im Oesterreichischen beißt die Steuer, welche die Geistlich­keit und der Adel bezahlen muß und die ,6 von iqq jährlicher Einkünfte aus- macht. Sie hat den Namen daher, weil die Grundobrigkeiten daselbst Dominien heißen. Ihr ist die Rustiealfteuev ent­gegen gesetzt, die von dem Fruchtgenuß entrichtet wird, welcher den auf dem Gu­te sitzenden Bauern oder Eigenthümern nach Abzug der Zehnten und andrer herrschaftlichen Abgaben übrig bleibt.

Dominicaner, Mönchsorden, den der h. Dominicusim rzSeculo gestiftet, Papst Honorius der m. 1216 durch eine Butte bestätigt und ihm die Benennung des Predigerordens beygelegt hat, weit die Dominicaner sich besonders durch Pre­digen auszeichneten. Der General hat feinen Sitz zu Rom. In Ländern, wo die Inquisition ist, sind sie Hauptper­sonen bey derselben. Sie dirigiren in Spanien die Inquisition und haben mit den Franciseanern wögen der unbefleck­ten Cmpfängniß Mariä, mit den Ieflii- te« aber wegen der Art, die Sinesen zum christlichen Glauben zu bekehren, große Streitigkeiten gehabt. Sie sind weiß gekleidet, wenn sie aber ausgehen, legen sie noch einen schwarzen Mantel und eine schwarze Kappe an. Es giebt auch Nonnen von diesem Orden, un­ter denen die heilige Cathartna von

Siena eine Reform zu Stande gebracht 1 ' hat. l

Dominique, Dominica, eine V0N den cg- fl|

raibischerr'Inseln zwischen Guadalvupe fl

und Martinique in Nordamerika, wel­che von Christoph Cvlumbus, der sie au einem Sonntag entdeckte, den Namen bekam. Sie wird in Cabes-Terre unl>

Balle - Terre, (das hohe und niede­re Land) eingelheilt. Es wird Laback und Zucker re. darauf gebauet; auch wohnen noch eiugeborne Wilde oder Ca- raibeu darauf. Die Anzahl der Euro­päer erstreckt sich auf poo und der Schwarzen auf 7220. Rosseau ist der Hauprort der Insel, wo sich die Fran­zosen festgesetzt hatten; allein 1761 er­oberten die Engländer die ganze Insel und behielten sie auch durch den Frie­den von Fontainebleau, gabeu sie aber Dior au Frankreich zurück.

Dominiren, heißt eigentlich gebieten, be­fehlen. In der Taktik oder Kriegskunst sagt man, dieser Orr domirrirt über die Gegend, wenn seine Lage so beschaffen ist, daß von da aus andere niedriger ge­legene Orte heschossen werden können.

Dominium, das Eigenthum der Sache, in­gleichen die Herrschaft über einen an­dern.

Dominium direcruin, düs EigeNthMU Über

Grund und Boden.

Dominium eminens, ist dtt Recht des

Oberherrn, im Fall der Noch, zur Wohlfahrt des gemeinen Wesens über die Güter seiner Unterthaneu auch wi­der ihren Willen zu disponiren; z. E. ihre Häuser abzubrechen, ihre Kornbö­den anzugreifen u. d. m.

Dominium vtile, das nutzbare Eigen- thum, eine Sache zu nutzen und zu ge­brauchen.

Dominus direcrus, heißt der Erb- Jttis-

oder Lehnherr, von' dem das Gm zu Lehn geht.

Dominus lurisdi&ionis» klN Gerichtsherk.

Domitiana quaeftio, f. NatUV-Bex.

Dömitz, f. Dömitz.

Domiyfch, Dommitzfch, ofnes churfäch- sisches Städtchen an der Elbe, im Amte Torgau, auf der Straße nach Witten­berg, hat eine deutsche Commenchurey, zur Balley Sachsen gehörig. ,

Domleschgeu Thal, kleine Gegend m Graubüudten, im Bisthume Chur, eine Mette lang und eine Viertelmeile brerr.

Domäne, Stadt, nebst einem Schlosse m Frankreich, in der Landschaft Perigvrd, an den Grenzen von Querey. ^ , !

Bommel, Fluß fit Brabant, welcher sich bey Herzogenbusch mit der Aa vereinigt > und bey Creveeör in die Maas fällt.

Domnau, Schloß und schlechtes Städt­chen in Ostpreussen zum Amt Branden­burg gehörig. . ....

Domo ä'Oscela, oder^ 05 ola, kleine

festigte Stadt im Maysiindischen am

Flu!»