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Stadtrccht und 1784 ward der Hafen für einen Freyhafen erklärt.

Oriü^minc, war vor diesem die Hauptfahne des französischen Reichs, von einigen la Banniere de St. Denis genflnüf. Sie sähe

nicht anders aus, als eine ProcessionS- sahne, war von rotbem Stoffe,- allent­halben mit aoldenen Flammen besetzt, daher sie auch Oriflamme hieß und auf eine goldene Lanze gesteckt. Man brauch­te sie nur in höchstwichtiqen Feldzügen; der König bekam sie mir sonderlichen Ce- rimonieu aus der Hand des Abts zu St. Denis; wenn diese Fahne zum Vorschei­ne kam, durfte sich niemand von der Mi- litz entschuldigen. Seit den Zeiten Kö­nigs Carl vii. hat man sie nicht mehr bey der Armee geführt; jetzt sie von selbst verschwunden.

Origano, ürgiano, Flecken Nebst einem Vi- cariat, fast z Mellen von Vicenza, in der venetianischen Provinz Vieentino.

Origny, Aldcrnay, kleine Insel des bn'tan- Nischen Meeres, nicht weit von der Küste der Normandie, der Krone England ge­hörig.

Orihuela, Oriola, alte Stadt «IN Flusse Segura, im Königreiche Valencia. Es ist eine Universitär und efn Bischof da, der unter Valencia steht. Die umlie­gende Gegend heißt wegen ihrerAnmuth der Garte» (la Huerta) v>on Oribueia. Man verfertigt aus der Wurzel des auf den Bergen wachsenden Terebittthenhol- zes artige Lobacksdosen.

Orillac, Aurillac, wohlgebaute Stadt in Auvergne, am Flusse Iordane. Es ist hier- fell'st ein großer Handel mit den Spitzen, die in Auvergne gemacht werden.

Oriüon , s. Mnrhem. und Vlatur Bex.

Orino, Schloß im mayländischen Gebiete in Italien, über dem Lago di Gavira > an den Grenzen der ehemaligen Grafschaft Aughiera.,

Orinoqne, s. Orenoque.

Orio, Flecken in Spanien an der Küste von Guipuscva, am Einflüsse des Orio.

Oriilagni, Oriftano, ziemlich feste Stadt

mit einem Hafen, an einem von ihr be­nannten Meerbusen, nebst dem Titel ei­nes Marquisus, in Sardinien. Sie liegt im Distrikte von Cagliarj, hat einen Erzbischof, welchen der König setzt. Der Einwohner sind wenig, woran die unge­sunde Luft Schuld ist.

Oriuoh, kleiner Ort im Patrimonio Petri, im väbstkichen Gc biete mir dem Titel ei­nes Fürstenthums, den das Haus Altieri Mrt.

Orixa, Königreich nebst der Hauptstadt gleiches Namens, in der Halbinsel von Indien, dttsseit des Ganges, zwischen Golcondi und Bengalen, ward 1765 von dem Gro»:mogol den Ermländern alaetre- ten. die aber nur den Distrikt vonMid- navur besil-en. Das übrige ist in den Händen der Maratten, besonders des Ra-

jah von Berar; einem Vasallen desselben gehört der feste Hausstort des Landes

Kuttac oder Cuttac.

cvckan, s. Orcan.

Ovl, kleiner Fluß, der im Osterlande beym Städtchen Triptis entspringt und lich bey Oriamünde in die Saale ergießt.

Grlamür.de, Stadt und Amt in Thürin­gen an der Saale, wo der kleine Fluß Orla hinein fällt und eine Brücke hin­über geht, 2 Meilen von Jena, anjetzt in das Fürstenrhum Altenburg gehörig. Das hohe Bergschloß dabey ist meist wü­ste. Es haben sich davon die Grafen von Orlamünde geschrieben, welche 1476 aus- stürben.

Orlando, Capo dÖrlando oder di Martino,

Vorgebirge an der nördlichen Küste des Val di Demona, in Sicilien.

Orieannois, kleine Landschaft in Frankreich, zwischen Gatinois, Blaisois und Beauce, an der Loire.

Orieannois, eines von den ehemaligen ,s Generalgouvernements in Frankreich, welches gegen Norden andre Normandie und Isle de France, gegen Osten an Champagne und Burgund, gegen Süden an Dvurbvnnvis, Marche, Perigordund Gairrtonge, gegen Westen aber an dar Meer von Gascogne und ax Bretagne grenzt. Es ist ern fruchtbares Land an Getraide, Wein, Obst und Wiesewachs, es bestund aus 14 kleinen Provinzen, Beauce, Perche, Dendomois, Maine, Pvirou, Angumois, Aunis, Nivernois, Berry, Gatinois, das insonderheit al­so grnannteOrleannois, Blaisois, Tou­raine und An>ou. Der neue Kanal von Orleans ist in der Provinz Gatinois vhn- weir Gien und vereinigt die beyden Flüsse Loire und Seine mit einander.

Orleans, Hauptstadt des Gouvernements gleiches Namens und eine der größten Städte in Frankreich, an dem rechten Ufer der Loire, mitten zwischen Weinber­gen gelegen. Die meisten Straßen sind klein, eine einzige ausgenommen, welche von la Porte Bourgogne bis la Porte Bamier gehr; die Häuser sind schlecht gebaut. Merkwürdig sind hier die nach gvthischer Art gebaute Kathedralkirche zum heil. Kreuze, die öffentliche Biblio­thek im Kloster de norre Dame de bonne nouveile, das von dem Cardinal Cvislin gestiftete Seminarium, darin Theologie gelehrt ward, das ehemalige IesnitercoUe- gium, die 4 Marktpläne, das Rathhaus, VasChatelet, die 1760 fertig gewordene prächtige Brücke über die Loire, mit dern nierallnen Denkmale, welches König

, Carl Vil. und das berühmte Mädchen von Orleans Hanne dArc , vor Christi Kreuz knieend verstellt, zum Andenken der 142- durch die sc s Mädchen glücklichen Be- freynnq der Stadt von den Engländer». König Philipp der Schöne hat hier izrs eine Universität errichtet, die aber nur D 5 -'-S