56 Zehenter Abschnitt.

ein kümmerliches Leben. Wer aber auch das nicht hat, sondern um alles, was er zur Erhaltung seines Lebens braucht, erst andere Leute bitten muß, den nennet man blutarm, und er führet ein elendesLeben.

Wenn ein Mensch stirbt: so nimmt er seine Güter nicht mit, sondern sie bleiben alle da. Seine Kinder, Anverwandten oder Freunde erben'das, was er zurück gelassen hat.

Zehenter Abschnitt.

Von den Gesellschaften und Lebens arte» der Menschen.

?Oiele Dinge wachsen zwar in, aus und auf der Erde, ohne daß sich die Menschen darum Mühe geben; aber doch nicht so viel, als sie brauchen. Darum müssen sie selbe anbauen, einsammeln und zu bereiten; und was einer nicht selbst durch Feld­bau gewinnen, oder sich selbst verschaffen kann, das muß er von andern kaufen, oder sie bitten, es ihm zu schenken. Alles, was die Menschen in dieser Rücksicht thun, heißt Arbeit. Die Arbeit wird leichter, und geht geschwinder von Starten, wenn ein Mensch dem andern hilft. Darum leben sie nicht einzeln jeder für sich, sondern in Gesellschaft.

Ein Mann lebt bey einer Frau. Diese Ver­bindung heißt die Ehe, oder der Ehestand. Haben

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