I

614 Zeit- und Zufallslieder.

9. Mach, Herr, ein selig ende An aller unsrer ^ noth. Stark aller müden Hände, Und laß bis 1 in den tod Uns allzeit deiner pflege Und treu empfohlen seyn; So gehen unsre wege Gewiß «l zum Himmel ein. ^

-_--- .1!

)

Dritte Abtheilung.

Zeit- und Zufallslieder.

I.

Jahreswechsel.

(Neujahrslieder.)

572) Uc. wie groß ist des Allmächtigen rc. ^)l'ch, wiederum ein jahr verschwunden! Ein ^jahr, und kommt nicht mehr zurück! Ach, mehr als achtmal tausend stunden Sind weg, als wie ein augenblick! Weg meine lügenden und sün- den! Doch nein! der Richter aller welt Laßt jegliche mich wieder finden, Wenn er vor seinen thron mich stellt.

2. Gedanken, worte, thatenßeere, Wie? dürft ihr Gottes licht nicht scheun? Wenn ich diß jahr gestorben wäre, Wo würd' izt meine seele seyn? Stünd ich verklärt bey Gottes kindern? War ich von seiner lieb' entflammt? Wie, oder hatte mit den sündern Der Allgerechte mich verdammt?

Z. Dell Gott, der liebt, wie Vater lieben, Hat ihn mein utldank nie betrübt? Den Gott, der mir so treu geblieben, Hab ich ihn auch so treugeliebt? Lebt ich für ihn, nach seinem willen, Stetsalsvor seinem angesicht? Fromm öffentlich, und fromm im stillen, Treu dem gewissen und per Pflicht?

4. Nein, Vater! sie sind nicht zu zahlen, Die

sun-

1

A.

5 ,

jrft

Hl II