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aufmachte, unterbrach die Unterredung Josephs mit seiner Frau.

Ein Briefträger trat ein, grüßte, legte einen Brief auf den Ladentisch und sprach:

»Drei Sous, Madame, sllst ein Brief für Herrn Fauveau.«

Während der Parfümeur aus seinem Sacke das zur Zahlung des Briefträgers nöthige Kleingeld hervorzog, der sich gleich wieder entfernte, untersuchte die junge Frau neugierig den Brief, den er gebracht hatte, dann brachte sic ihn an ihr Naschen und während sich ihre rosigen Nasenlöcher erweiterten» sagte sie lustig:

»Pest ! Herr F a u v e a u, was für eine duftige Cor- rrspondenz führst Du da! Schwarzgoldenes Siegellack, mit einem Umschläge von bläulichem und so dickem Papier, wie ich es nie gesehen habe. Uebrigens ist die Adresse eine sehr hübsche Schrift. Aha, Herr Fauveau, wo ist denn dieses hübsche Täubchen, wenn's beliebt?«

»Meiner Treu, ich weißes ganz und gar nicht. Sieh Du selbst.«

»Das will ich meinen , daß ich selbst Nachsehen werde. Glaubst Du vielleicht, daß ich Dich solche Liebesbriefe ganz allein lesen lassen werde ?*

Und den Brief erbrechend , las Marie, wie folgt:

»Mein l ie ber I o sep h!«

»Aha! Verbrecher!« sagte die junge Frau sich un­terbrechend, »m ein lieber Joseph! sonst nichts, he? S'ist klar wie der Tag. Aber sehen wir doch einmal die Unterschrift dieser Schönen mit den sanften Augen an. Und die junge Frau las am Rande des Briefes:

»A n a t o l e D u c o r m i e r.«

»Anatole! Wie, Anatole ist in Paris!« rief Joseph aus, »welches Glück!«

»Der Sohn des alten Ducormier, dem Du den Fundus unseres Geschäftes abgekauft hast?« fragte die