von Ironie hinzu, indem sie die Mutter der jungen Her­zogin wie zufällig ansah:

»Das ganze edle Blut der Morsennes empört sich in ihr! Wie würdig ist sie doch, zur Ahnsrau jene stolze und wilde Diana, die Dame von Morsenne, zu haben, welche im vierzehnten Jahrhundert den entsetz­lichen Muth besaß, eigenhändig ihre Tochter zu tödten, weil sie sich an ihrer Ehre vergangen hatte.«

Die Fürstin erröthele leicht und der Chevalier von Saint-Merry versetzte lebhaft:

»Mein liebes Pathchen hat Recht. Ihre Idee ist vor­trefflich. Ja, das sollte man allerdings thun, um die Leute an die Würde ihres Namens zu erinnern.«

»Wie? Man sollte das thun?« sagte lebhaft die Fürstin. »Ich denke doch, daß man es wirklich thun wird!«

Und sich an ihren Gatten mit fragender Miene wen­dend, sprach sie:

»Sind Sie nicht meiner Ansicht?«

»Gewiß,* antwortete der Fürst in feierlichem Tone, »und als Oberhaupt meines Hauses nehme ich es auf mich, diese Briefe selbst mit eigener Hand zu schreiben.«

Der Kammerdiener unterbrach vom neuen cintretend diese Unterredung.

IX.

Der Kammerdiener näherte sich dem Fürsten , über­reichte ihm eine Karte, die auf einem silbernen Präsentirteller lag und sprach:

»Durchlaucht! S'ist die Karte eines Herrn, der Sie zu sprechen wünscht.«

»Ist Loiseau noch nicht zurück?« fragte Herr von Morsenne halblaut, indem er die Karte nahm.