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mindeste Problematische ist, die Freuden der Sinne und des Geistes.«

»Wenn man damit begabt ist.«

»Mit Sinnen oder mit Geist, Madame?«

»Mit Geist, mein Herr.«

»Nur die Leute von Geist sind werth und fähig, so zu lieben, wie ich es Ihnen gesagt habe.«

»Und in wie fern sollte denn die Antheilnahme des Herzens dieser Art zu lieben schaden?«

»Ei, Madame, bei derlei Liaison's bedeutet das, was Sie das Herz nennen, soviel als Eifersucht aus die Gegenwart, auf die Vergangenheit und Zukunft, s'ist der gedulvete oder aufgelegte Despotismus, s'ist der Kum­mer zu fühlen, daß man sich nicht mehr sehnt, oder daß man nicht mehr ersehnt wird, s'ist die Monotonie, s'ist die Treue einer strengen Ehe, angewendet auf eine Be­gegnung des Vergnügens, welche sich nur auf gegensei­tige Lasterhaftigkeit basirt.«

»Wie mein Herr? Wie kommt's dann, daß man Liebfchasren in der Welt findet, die so lange anhalten?«

»Es gibt keine solchen.«

»Gehen Sie doch, mein Herr, Sie scherzen; man hat gesehen, daß derlei Liebschaften ein, zwei, zehn Jahre dauern.«

»Zehn Jahre, das ist viel, aber immerhin, sey's d'rum; was aber folgt nach Verlauf der zehn Jahre? Er­mattung und Ekel. Warum hat man sich denn also nicht diese Ermattung und diesen Ekel erspart, indem man gleich seineZustucht zu einer gegenseitigen Untreue nahm?«

»Weil man sich wenigstens, während der zehn Jah­ren , angebetet hat.«

»Das ist nicht möglich.«

»Dock, mein Herr.«

»Ei, Madame, wenn Sie mir sagen, daß die Ge­wohnheit, die -Bequemlichkeit, gewisse gegenseitige Rück-