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DaS beste B «yspiel.

Vrau Rosenblatt wurde Witwe; jung, hübsch und! feurig ampfand sie eine gewisse Leere in ihrer Ein­samkeit, und sehnte sich nach den verschwundenen Freu-> den der Ehe. !

Kaum war daher die Leiche des fteligen Herrn > Gemahls beigesetzt, so verabsäumte die schöne Witwe nicht, sich überall zu zeigen. Auf Promenaden, in ; Eonzerten, im Schauspielhause, auf Bällen und Pick- 1 nicks fehlte sie nie, und ihr feuriges Auge glänzte dop­pelt heü in der schwarzen Trauer.

Eine Menge Anbeter, die diese Blicke ver­standen, näheren sich ihr, und machten ihr den Hof, und sie war viel zu menschenfreundlich, um einen da­von durch die finstere Miene einer gebeugten Wittwe zurückzuschrecken.

Es giebt aber immer grämliche Personen, die alles von der finstern Seite ansehen. Zu dieser Zahl gehörte auch die Baronesse von Zungenstahl, eine al­te Tante der jungen Witwe. Sie fand das Betragen ihrer Nichte gar nicht schicklich, und machte ihr darüber oft bittere Vorwürfe.

Kaum ist ihr seeliger Gemahl unter der Er­de, sagte sie einst zu ihr im Tone einer Strafpredigt: so gehen Sie schon wieder auf Eroberungen aus Ei­ne gebeugte Witwe muß ihr Auge nicht überall umher werfen, sondern bescheiden zur Erde senken,, gleichsam als suchten sie den Verlohrenen. Sie aber schwärmen in allen großen Gesellschaften umher, und werfen ihre Netze aus, und sorgen für nichts, als ein Heer von Anbetern um sich zu versammeln. Dies zeigt von keinem feinfühlenden Gemüth, ich find es sogar un- vatürlich, Nehmen Sie ein Beispiel an den Tauben;

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