fenheit des Mannes' und hoffnungsvoller Kinder; — die, wie es der hl. Geist bezeuget, durch Weisheit das Haus erbauen, die Krone des Mannes sind, und wieder durch Thorheit das Erbaute niederreißen, und weil sie Schmachwürdiges thun, wie Fäulniß in des Mannes Gebeinen sind (Sprichw. Cap. 14. und 12.). — Wie sehr ist das Glück der Kinder, vornämlich der Tochter, durch das gesunde und weise Urtheil der Mutter bedingt? Wird aber Gottes Geist in solchen Herzen wohnen, die durch Eitelkeit und Schöngeisterei verweichlicht sind, oder das christliche Ehrgefühl eingebüßt haben? — „Wenn das Jahrhundert, schreibt ein Heide (Horaz. carni. Üb. 3.), fruchtbar ist an Unordnung und Lastern, so kommt es daher, weil Verderben in die Ehen, die Familiecn und die Erziehungsweise eingedrungen ist." — Und abgesehen von den sittlichen und zeitlichen Vortheilen, welche die Keuschheit gewährt: so verschafft ja diese Tugend erst allen andern eine überirdische Schönheit und unvergängliche Ehre. „Wer andere Tugenden ohne Keuschheit ausübt, der schleift sie durch'irdischen Ko th," schreibt der hl. Hieronymus. Und der hl. Leo: „Unter den Tugenden sind die vorzüglichsten die fromme Barmherzigkeit und die reine Keuschheit, sie sind die beiden Flügel, mittelst deren die Seele zum Himmel steigt." — „Die Keuschheit ist eine Selbstbeherrschung, die uns über alle anderen Versuchungen ei neu leichten Siegver- scha fft." Bernard. Daher ist es gar keine fromme Ueber- treibung, wenn der große Kirchenlehrer im 3. Jahrhunderte, Cyprian, von wohlgesitteten Jungfrauen schreibt: „Diese sind die Blume des kirchlichen Sprossens, der Schmuck und die Zierde der geistlichen Gnade, das fröhliche Gemüth, das ganze und unverletzte Werk des

