er vierzehn Tage und länger leben könnte, morgen schonungenießbar werden würde; und doch kann­te er kein Mittel, wie er es erhalten sollte. Plötz­lich aber ßel ihm etwas ein! Die obere Schale der Schildkröte war wie eine ordentliche Mulde ge­staltet. Diese, dachte er, will ich statt des Zu­bers gebrauchen. Aber woher nun Salz?

Sieh doch! was ich sür ein Dummkopf bin ! sagte er, und schlug sich vor die Stirn. Kann ich düs Fleisch nicht mit Meerwasser übergießen, und wird das nicht beynahe eben so gut seyn als wenws in Salzlake läge? O trefflich! trefflich! rief er aus, und drehete vorFreuden denBratspieß noch einmahl so geschwind herum.

Jetzt war der Braten fertig. Ach! seufzte Robinson, indem er ein recht leckeres Stückchen davon mit Wohlgefallen gekostet hatte, wer nun ein Stückchen Brot dazu hätte! Was-vin ich doch in meiner Jugend für ein dummer Mensch gewe­sen , daß ich nicht zu schätzen wußte, wasfür eine große Wohlthat Gottes ein Stück trocknes Brot ist! Da mußte man mir immer erst Butter dazu geben, auch wohl noch Käse obenein! O ich Unver­ständiger! Hätte ich doch jetzt nur das schwarze Kleyenbrot, welches unserm Hofhunde gebacken wurde! Wie wollte ich mich glücklich schätzen!

Indem er so dachte, fielen ihm die Knollen ein, die er diesen Morgen in die glühende Asche gelegt hatte. Ich will doch sehen, sagteer, was daraus geworden ist; und höhlte einen derselben hervor.

Welche neue Freude! der harte Knollen war nun so weich geworden, und da er ihn aufbrach, stieg ein so angenehmer Geruch davon in seine Na­se , daß er sich keinen Augenblick bedachte, ihn am