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Flüſſiigkeit und beobachtet die Vorgänge. Hiebei hat man beſonders zu achten 1. auf den Grad der Auflöslichkeit, ob dieſe ganz oder theilweiſe, ob ſie leicht oder ſchwer, bei gewöhnlicher oder er höhter Temperatur geſchieht; 2. auf die Erſcheinungen während der Auflöſung; 3. auf die Beſchaffenheit der Auflöſung ſelbſt; 4. auf die Rück ſtände; 5. auf das veränderte Ausſehen der Mineralien und 6. auf das Verhalten der Auflöſung beim Abdampfen, ob der Rückſtand kryſtalliſirt oder nicht, ob er ſich in Weingeiſt löst 2c.

Bei der Prüfung der Mineralien auf naſſem Wege werden vorzüglich Baſſer, in Waſſer lösliche Alkalien oder Säuren und Alkohol angewendet.

Bei der Auflöſung im reinen, deſtillirten Waſſer hat man beſonders auf Farbe und Geſchmack zu ſehen. Bei der Anwendung von Alkalien, Säuren und Alkohol iſt vorzüglich darauf zu achten, ob Gasentwicklungen mit Brauſen oder Gerüche, oder Farbenver änderungen oder eine Ausſcheidung pulvriger oder flockenartiger Theile ſich zeigen. Die Säuren ſind die wirkſamſten Auflöſungsmittel der Mineralien, namentlich der Metalle und ihrer Oxyde. Sie wer den gewöhnlich zuerſt im verdünnten Zuſtande und kalt angewendet;

2 zeigt ſich dann keine Wirkung, fo erwärmt man die Miſchung oder wendet concentrirte Säuren an.

II. Von der chemiſchen Conſtitution der Mineralien.

Im Bezug auf die chemiſche Conſtitution eines Minerals unter ſcheidet man chemiſch einfache und che miſch zuſammengeſetzte Körper. Letztere find aus der Verbindung der erſtern entſtanden. Einfache Körper oder Elemente kennt man gegenwärtig über 60. Was die zuſammengeſetzten Mineralien betrifft, ſo können dieſe aus zwei

oder mehrern verſchiedenartigen Subſtanzen beſtehen. In allen Fällen ſind aber die Elemente, aus welchen ſie gebildet ſind, in genau beſtimmbaren Gewichts- oder Mengen⸗-Verhältniſſen vorhanden. 1) Die chemiſch einfachen Körper.

Chemiſch einfach heißt ein Körper, wenn er nicht in fernere Beſtandtheile zerlegt werden kann. Dieſer verbindet ſich mit andern einfachen Körpern nur in beſtimmten Gewichtsmengen. Die Gewichts: menge, in welcher ſich ein Element mit allen andern verbindet, heißt fein Atomen: oder Miſchungsgewicht. Als Anhaltspunkt für das Miſchungsgewicht hat man früher Waſſerſtoff angenommen und