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sondern, weil sie Glieder des Hauses sind, liegt den Herrschaften auch die Pflicht ob, ihre Seelen in Acht zu nehmen, sie vor Bersuchungen zu be­wahren, (sie nicht im Kleinsten zum Lügen ver­anlassen, sie nicht zu viel sich selbst überlassen, nicht durch unzweckmäßige Geschenke Aufwand und Eitelkeit in ihnen pflegen, u. s. w.), und sie im Christenthum zu fördern, darum namentlich ihnen den Kirchgang zu ermöglichen, nie ihn zu erschwe­ren oder zu versagen.

Der HErr, dem auch die höchsten Herrschaf­ten unterthänig sind, verlangt einst Rechenschaft darüber, ob sie ihren Christenstand und Glauben und ihre christliche Nächstenliebe auch an den ihnen anvertrauten Dienstboten bewiesen haben, welche ebenso wohl Sünder sind wie ihre Herr­schaft, aber auch ebenso Gottes Kinder und Erlöste JEsu Christi. Darum sollten die Haus­frauen und erwachsenen Töchter sich des Apostels Wort ernst zu Herzen nehmen und ihm treulich auch gegen ihre Leute nachzukommen suchen:So ziehet nun an, als die Auserwählten Gottes, Heilige und Geliebte, herzliches Erbarmen, Freund­lichkeit, Deinuth, Sanftmuth, Geduld; und ver­trage Einer den Andern, und vergebet euch unter