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ein nötigen cultum daraus, auff bestimpte tag vnd speis zu Verwirrung der gewissen gemacht hat.

Auch werden dieses teils viel (Zeremonien vnd tra- dition gehalten, als ordenung der Messe vnd Fest etc., welche dazu dienen, das jnn der kirchen ordenung ge­halten werde- Darneben aber, wirt das volck vnterricht, das wir vmb Christus willen durch glauben gerecht ge­scheht werden, nicht von Wegen dieser werck, vnd das man sie one beschwerung des gewissens halten sol, Also, das so man es nach lest, one ergernus, nicht daran gesundiget wirt. Diese freiheit jnn eusserlichen Ceremo- nien haben auch die alten Beter gehalten, Denn jnn Orient hat man das Osterfest auff andere zeit denn zu Rom gehalten. Vnd da etlich diese vngleicheit für ein trennung jnn der kirchen halten wollen, sind sie verma- net von andern, das nicht not jnn solchen gewonheiten, gleichheit zu halten, Vnd spricht Jreneus also, Vnglei­cheit jm fasten, trennet nicht die einigkeit des glaubens. Wie auch Distinc. xij. von solcher vngleicheit jnn mensch­lichen ordenungen geschrieben, das sie der einigkeit der Christenheit nicht zu Widder sey, Vnd Tripartita hifto- ria li. ix. zeucht zusamen viel vngleicher kirchen gewon- heit, Vnd setzt ein nützlichen Christlichen spruch, Der Apostel Meinung ist nicht gewesen Feiertag einzusetzen, sondern glauben vnd lieb zu leren.

Von Klostergelübden.

Von'Kloftergelübden zu reden, Ist not erstlich zu- bedencken, wie es bisanher damit gehalten, welch wesen jnn. Kloster gewesen, vnd das seer viel darinn teglich nicht allein Widder Gottes wort, sonder auch Bebftlichen