Iſt es meine Abſicht, in diefen gegenwärtigen Blaͤttern ſowohl das Allernoͤthigſte, als auch das Muͤtzlichſte von der Abzeichnung des Menſchen zu ſagen; ſo werde ich nichts weni: ger als einen Fehler begehen, wenn ich erſt vorhero nur etwas weniges Von der Schoͤnheit
gedenke, ehe ich noch einen wohl proportionirten Menſchen, fo wie auch feine übrigen wohlgeſtalten Theile ſelbſt, zu dem Augenmerke meiner Beſchaͤftigung ſetze.
Es wird zwar das Wort Schönheit unter uns nur gar zu oft gebraucht; allein wie ſehr lieget es nicht auch zu Tage, daß die Allermeiſten nur ſehr dunkele Begriffe von den wahren Eigenſchaften haben, die zu der Schoͤnheit er fordert werden. Wenn ſich ganze Voͤlker{haften über dieſen Punkt der Schönheit nicht vereinigen koͤnnen, ſo hat man, ohne ſich zu verwundern, blos den Grund darinne zu ſu= chen, weil ſie keine andere als ungeſittete Be
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