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Tag und wechsele die Wäsche öfterer als sonst. Die Stube V werde täglich mehrmals gelüftet und mit Essigdämpfen durch- 1 '-Är

räuchert, und das Schlafgemach erleide eine gleiche Reinigung. 1

Eine leichte, angenehme Lectüre, oder in Ermangelung der- j selben eine erheiternde Gesellschaft ist sehr zu empfehlen.

Muß man einen Typhuskranken besuchen, was sich unter be- sondern Umständen nicht verhindern läßt, so überwinde man alle Scheu und jeglichen Ekel, schlucke den Speichel nicht in sich, sondern spucke aus; erlauben es die Umstände, so rauche man eine Cigarre, oder Frauenzimmer nehmen etwas Master mit Essig vermischt in den Mund, und spucken es dann aus.

So oft es gehen will, suche man, und sey es nur auf Augen- blicke, die frische Luft. ' Tritt trotzdem Übelkeit, Kopfweh, ^

Gemüthsverstimmung ein, so nehme man schnell und kurz ^4 hintereinander ein paar Gaben Cocculus, und trinke darauf ein paar Gläser frisches Quellwasser. Das wird der eigent- "

lichen Krankheit Vorbeugen.

I. Hrrmklmten, üie im Hostj-e, Must unä Kucke Zugleick Vorkommen können.

Dahin gehören die Wassersüchten, wol die gefährlichsten Krankheiten, von denen der Mensch befallen werden kann, und die nur mit Hülfe eines Arztes entfernt werden können, wenn dieses überhaupt noch möglich ist. Man theilt sie je nach den örtlichen Theilen des Körpers, wo sie sich zeigen, in Kopf-, Brust-, Bauch- und Hautwassersuchten ein. Die Wasser­sucht im Allgemeinen besteht in einer Ansammlung wässeriger Flüssigkeiten in den Höhlen des Körpers oder in dem Zell­gewebe unter der Haut. Die Symptome der Wassersucht treten zu sichtbar hervor, als daß sie genau beschrieben wer­den müßten. Die Hauptkennzeichen sind: die stärkere An­schwellung der Theile, in welchen das Wasser sich angesam­melt hat, das teigige Anfühlen derselben, so daß mit einem Druck des Fingers darauf eine bleibende Vertiefung sich