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kocht und laͤßt es ſtehen, bis das Oel keinen Schaum mehr aufwirft, bis es roͤthlich wird, und bis der Knoblauch eine braune Farbe an­nimmt. In kurzer Zeit wird ſich auf dem Oele ein Häutchen bilden, und dieſes if das Zeichen, daß die Arbeit geſchehen iſt. Man nimmt hierauf das Gefaͤß vom Feuer, das Haͤutchen wird bein Stehen zu Boden ſinken, und alle diejenigen Theile mit ſich reißen, welche das Del fett machten. Wenn das Oel hell iſt, ſo gießt man es vom Bodenſatze ab, bringt es in Flaſchen mit weiter Mündung, wo es ſich mit der Zeit immer mehr reinigen und immer beſſer werden wird. 65. Ein anderes Verfahren. Man nehme:

Bleiglaͤtte 3 Loth.

Zinkvitriol z Loth.

Leinoͤl oder Nußoͤl r Pfd.

Das Verfahren iſt daſſelbe, wie in dem vorigen Falle.

Die Auswahl des Dels iſt kein unwich­tiger Gegenſtand. Beſtimmt man den Firniß zum Anſtreichen von Sachen, die dem Eine drucke der aͤußern Luft ausgeſetzt ſind, oder zu Firniſſen feiner Sachen, ſo hat man Nuß­ol oder Mohnoͤl anzuwenden; das Leinoͤl nimmt man zu groͤbern Arbeiten und zu ſol­chen, welche dem Regen und der Sonne nicht ausgeſetzt ſind.

Eine geringe Nachlaͤſſigkeit bei der Re­gierung des Feuers hat oſt einen Einfluß auf die Farbe des Oels, welches man trocknend