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machen will. In dieſem Falle kann man es zu feinen Anſtrichen nicht benutzen. Dieſem Uebelſtande kann man dadurch abhelfen, daß man die trocknenden Stoffe in ein Saͤckchen bindet; aber dana muß man noch ein Mal fo viel Bleiglaͤtte nehmen. Das Saͤckchen wird mittelſt eines Bindſadens an einem Staͤbchen aufgehängt, welches quer über dem Gefaͤße liegt, und daſſelbe einen Zoll vom Boden entfernt hält, Es bildet ſich auch hier, wie bei dem erſten Verfahren, ein Haͤutchen, aber dieſes erſcheint ſpaͤter. 7. Ein anderes Verfahren.
Man kann das Lein- oder Nußoͤl auch dadurch trocknend machen, daß man unter je» des Pfund 6 Loth fein geſtoßene Bleiglaͤtte nimmt und die Miſchung gelinde kochen laͤßt. Dieſe Bereitungsart iſt nothwendig zum Anſtreichen großer Bilder oder Zierrathen, bei welchen man thonhaltige Farben, z. B. weißen und rothen Bolus, Schuͤttgelb(Dutch pink) u. ſ. w. anwendet, damit das Austrocknen nicht zu langſam geſchieht; bei ſolchen Anſtrichen aber, bei welchen man Metalloxyde anwendet, z. B. Farben aus Kupfer, Blei u. ſ. w. iſt bloß die obige Bereitungsart erforderlich, weil dieſe Oxyde gern Sauer ſtoff abſetzen und dadurch dazu beitragen, das Oel noch trocknender zu machen.
8. Ein anderes Verfahren.
Man nehme:
Nußoͤl 2 Pfd. Gemeines Waſſer 3 Pfd. Zinkvitriol 4 Loth.

