Miſche dieſe Stoffe unter einander und laſſe ſie gelinde kochen, bis wenig von dem Waſſer mehr übrig iſt. Gieße das reinere Oel ab und ſcheide es von dem Waſſer mit: telſt eines Trichters. Das Oel bleibt noch einige Zeit truͤbe, wird aber nachher hell und beinahe farbelos.
9. Daſſelbe anders.
Man nehme:
Nußoͤl oder Leinoͤl 6 Pſd. Waſſer 4 Pfd. Schwefelſauren Zink 2 Loth. Eine Knoblauchzehe.
Dieſe Stoffe vermiſcht man in einem großen eiſernen oder kupfernen Tiegel, ſtellt ſie an das Feuer und laͤßt die Miſchung einen ganzen Tag lang kochen. Das verdampfende Waſſer muß man von Zeit zu Zeit durch neues erſetzen. Hierauf nimmt man den Tiegel vom Feuer, gießt das Oel, wenn es ſich geſetzt hat, vom Bodenſatze ab, und bringt es in Gefäße, wo es von ſelbſt hell werden wird. Bei dieſem Verfahren wird das Oel bisweilen etwas mehr gefaͤrbt; man bedient ſich deſſelben zu den feineren Farben.
10. Ein harziges trocknendes Oel.
Man nehme 10 Pfund trocknes Nußoͤl, wenn der Anſtrich für die aͤußeren Theile be: ſtimmt iſt, oder für die inneren 10 Pfd. trocknendes Leinoͤl; ferner 3 Pfund Harz und 12 Loth Terpentin. Das Harz wird durch gelinde Waͤrme in dem Oele aufgeloͤſt. Wenn es ſich innig damit verbunden hat, ſetzt man

