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nach erhitzt und dann 1 bis 2 Stunden lang kochen läßt. Wenn ſich Alles aufgeloͤſt hat, ſo ſetzt man 6 Loth ganz klaren, venetianiſchen Terpentin hinzu, den man in einer beſondern Flaſche einen Augenblick in das Marienbad getaucht, und ſo zum Fluß gebracht hat. Jetzt läßt man den Kolben noch 3 Stunde in dem Waſſer, dann nimmt man ihn heraus und rührt den Firniß um, bis er ſich etwas abkühlt. Am Tage darauf gießt man ihn ab und filtrirt ihn durch Baumwolle, wodurch er außerordent— lich hell wird. Der Zuſatz von Glas, ſo ſonderbar er auch ſcheint, iſt ſehr vortheilhaft; er bewirkt erſtens, daß der Alcohol die dadurch aus einander gehaltenen trocknen Ingredienzien leichter angreift; und zweitens, indem er durch fein größeres Gewicht zuerſt auf den Boden ſinkt, hindert er das Anbaͤngen der harzigen Theile, welches dem Firniß, beſonders wenn man ihn in einem Sandbade bereitet, eine dunkele Farbe gibt. Dieſes Firniſſes bedient man ſich zur Verzierung von Toilettenartikeln, ausgeſchnittenen Papierarbeiten u. dgl.; er iſt ſehr glaͤnzend, dauerhaft und trocknet ſchnell.
35. Mit Kampfer bereiteter Meſtixfirniß für Gemälde. Man nimmt 24 Loth gereinigten und gewaſchenen Maſtix, 3 Loth reinen Terpentin, 1 Loth Kampfer, 10 Loth geſtoßenes weißes Glas und 72 Loth Terpentinsl. Die Bereitung iſt dieſelbe wie bei den vorigen Firniſſen. Der Kampfer wird in Stuͤckchen hinein gethan und der Terpentin, wenn die harzigen Stoffe vollkommen aufgelöft find, Will man dieſen

