2

AR

AD)

*

82

40. Rothe Lackirung auf allerhand feine Holzarbeit.

Man nehme Bimsſtein, Alaun, Galmei und roth calcinirten Eiſenvitriol, von jedem gleich viel, ſtoße und reibe ſaͤmmtliche Ingre­dienzien zum feinſten Polver und miſche alles wohl durch einander. Von dieſem Poli­turpulver ſtreue man auf einen wollenen Lap­pen und reibe und ſchleife damit die fertige Holzarbeit fo lange, bis eine gute Politur err langt iſt. Hierauf laͤßt man 1 Pfd. Stocklack in 2 Konnen Waſſer ſo lange ſieden, bis alle Farbe ausgezogen iſt, gießt das gefärbte Waſ­fer behutſam ab, ſeihet es durch, ſchuͤttet in den Abguß 27 Loth gemablene Krappwurzel, bringt alles wieder zum Feuer und laͤßt es bis auf einſieden. Ferner laͤßt man in ei­nem glaͤſernen Gefäße 27 Loth Cochenille und 27 Loth Kermesbeeren zuſammen in einer hal­ben Kanne Weingeiſt mit 3 Unze Perlaſche, die in etwas Waſſer aufgeloſt worden iſt, ſo lange digeriren, bis alle Farbe ausgezogen iſt. Dieſen Extrakt ſeihet man durch und vermiſcht ihn mit obigem Abſude des Stocklacks und der Krappwurzel. Endlich gießt man in dieſe Miſchung ſo viel Scheidewaſſer, bis die Roͤthe derſelben zu rechter Höhe gekommen iſt. Mit dieſer Flüſſigkeit, welche jedem harten feinen Holze eine herrliche, rothe Farbe ertheilt, übers

buürſtet man das geſchliffene und polirte Holz

fo viel Mal, bis eine ſchoͤne hochrothe Farbe dem Auge vorliegt, welche, damit ſie auch dauerhaft bleibt und nicht verſchießt, mit fol­gendem weißen Lackfirniſſe, den der Kunſttiſch­