ler Jackſon in London angegeben hat, uͤberſtrichen wird. Man nimmt 3 Loth hellen, weißen Bernſtein und 4 Loth Copal, thut beides in einen Kolben, gießt 1 Pſd. Nußoͤl, 4 Loth Terpentinoͤl, 4 Loth Rosmarin- und eben fo viel Lavendelöl hinzu, verbindet den Kolben mit Blaſe, welche mit einer Stecknadel zerſtochen wird, und laͤßt alles im Sandbade ſo lange digeriren, bis die Oele ſo dick als Syrup geworden ſind. Dann gießt man das Fluidum durch ein Filtrum, damit das Grobe und die Unreinigkeit zuruͤckbleibt und laͤßt den Lack ſich abklaͤren. Damit uͤberſtreicht man das gebeizte Holz fo dünne und gleich, wie möglich und läßt es, vor Staub und Bes ruͤhr ung gefichert, gut abtrocknen.
41. Holzarbeit auf Schildkrötenart zu lackiren.
Man nimmt fein pulveriſirte Mennige, reibt ſie entweder mit Leimwaſſer, oder mit ordinairem Firniſſe ab, miſcht ſo viel zart geriebenes Rauſchgelb darunter, als zur pomeranzenartigen Farbe des wahren Schildkrotts noͤthig iſt und grundirt damit. Nach der Grundirung erfolgt ein wolken- oder flammenartiger Anſtrich mit Drachenblut, deſſen Farbeſtoff mit Weingeiſt ausgezogen und mit einem Lackfirniſſe, von Gummilack bereitet, verdünnt worden iſt, wobei man als Muſter eine natuͤrliche Schildkroͤtenſchale zur Hand nimmt, um die Natur moͤglichſt zu erreichen. Man kann ſich auch durch Umbraun den Schattirungen des wahren Schildpattes noch mehr naͤhern.

