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53. Lackfirniß auf Hornarbeit.

Das Horn nimmt, wegen der eigenthüm­lichen Fettigkeit, welche ſehr ſchwer wegzuſchaffen iſt, aͤußerſt ungern Lackfirniſſe an, um ſo mehr wird nachſtehende Lackirung den Kunſt⸗ und Horndrechslern, womit ſie ihre Arbeiten ſogleich auf der Drehbank lackiren und abtrocknen koͤn­nen, nicht unerwuͤnſcht kommen. Dir hier­zu erforderliche Lackfirniß wird auf folgende Art verſertigt Man nimmt 4 Loth Schellack und Loth Maſtix, ſtoͤßt beides ganz klar und gießt Querfinger hoch abſoluten Alkohol dar­über, Alsdann ſetzt man dieſe Species fo lange auf einen warmen Ofen, bis ſich alles völlig aufgeloͤſet hat. Zu dieſem Gebrauche muß aber der Lackſirniß weit mehr Conſiſtenz als andere ſzirituoſe Lackfirniſſe haben, daher man ihn ungefähr der Syrupsdicke gleich macht. Wenn die Horn⸗ oder auch Holzarbeit auf der Drehbank nun gehoͤrig geſchliffen und polirt iſt, ſo taucht man eine Feder, oder einen kleinen Pinſel in Leinöl ein, und überfährt damit im flüchtigen Umlaufen die gedrehte Ars beit. Nach dieſem Handgriffe nimmt man auf einem leinenen Laͤppchen ein wenig Lackfirniß, umfaſſet die Arbeit damit alſo, daß ſich der Lack gut anhängen kann. Während des fluͤch= tigen Umlaufens haͤlt man das Lacklaͤppchen derb darauf, damit ſich der Lack gehoͤrig ein­brennen kann, und faͤhrt ingleichen mit dieſem Laͤppchen hin und her, um dadurch den Lack ſirniß auf der Arbeit recht egal zu vertheilen. Noch mehr Glanz erhaͤlt dergleichen Arbeit,