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wenn man zuletzt ein Stuͤckchen ſeidenes Zeug an die Arbeit haͤlt, und ſolche noch einige Mal umlaufen laͤßt. Hierdurch erhält man dann einen ganz vortrefflich dauerhaften Glanz, welcher auch ſogleich trocken iſt.

54. Lackfirniß für Gemälde.

Man nehme 12 Loth reines und gewa­ſchenes Maſtixharz, 17 Loth ausgelaugten venetianiſchen Terpentin, Loth Kampfer, 5 Loth gepuͤlvertes Glas, 36 Loth rektificirtes (aͤtherlſirtes) Terpentinßl. Man ſtoͤßt den Maſtix zu feinem Pulver, vermiſcht es mit dem in Stuͤcken zerſchnittenen Kampfer und dem weißen Glaſe, thut ſolches mit dem Ter­

pentinoͤl in einen Kolben mit kurzem Halſe,

bewirkt die Aufloͤſung, wie bereits oft ange» geben, in einem Sandbade, und ſetzt dann den Terpentin, den man in einem kleinen Toͤpfchen hat zergehen laſſen, hinzu. Man kann auch den Maſtix mit dem Terpentin bei gelinder Wärme bis zur Aufloͤſung ſchmelzen laſſen, dann den Kampfer, das gepuͤlverte Glas und das Ter­pentinoͤl hinzugeben und alles in einem Kolben im Waſſerbade bis zur voͤlligen Aufloͤſung der harzigen Materien digeriren. Den fertigen Lackfirniß laßt man dann erkalten, zieht ihn den folgenden Tag ab und ſeihet ihn durch Baumwolle.

Dieſer Lackſirniß paßt vortrefflich auf friſch gemalte Bilder, von denen ſo eben das Eiweiß abgeloͤſet worden iſt; ſoll er aber auf alte, oder ſchon mit Lackfirniß uͤberſtrichene Gemaͤlde kommen, ſo kann man den Terpen­tin weglaſſen.