282
gel der Schwere schwankt und strauchelt, der Schande auszusetzen.
1105 .
Das menschliche Gemüth ist oft mißvergnügt, ohne daß wir wissen, warum, und die Vernunft steht als müßige Zuschauerinn dabei, als wäre sie sich ihrer Macht gar nicht bewußt.
i io6.
Je mehr eine Frau das Geräusch der Welt liebgewinnen würde, desto verhaßter wird ihr die Stille in ihrem eigenen Hauswesen, und endlich derAufent- halt in demselben ihr gar zur unerträglichen Last werden, nicht zu gedenken, daß sie in dem unaufhörlichen Genuß des Geräusches und der Zerstreuungen bas Grab aller Güte ihres Herzens finden würde.
1107 .
Wenn manche Menschen in gewissen Fällen die Zeit auch Vorbeigehen lassen, Thorheitenzu begehen; so trösten sie sich damit, immer wieder Mittel zu finden, sich dafür zu entschädigen.
1108 .
Die Weisheit besteht nicht in dem Besitze der Bibliothek, und die Größe nicht in dem Besitze der Güter, sondern in dem Gebrauche derselben.

