Äußerliche Krankheiten der Pferde. 19

e. ©teilt g allen.

Steingallen habe ich noch nie bei Bauern» pferden gesehen, sollten sie aber mal Vorkommen und die Pferde davon lähmen, dann wird die Stelle der Hornwand und Sohle wo sie sich befinden, fo weit mit einem Rinnmesser weggeschnitten, daß sie nachher nicht mehr aufs Eisen drucken kann, wor­auf man denn den Huf mit einem runden Eisen beschlä'gt, welches jeder gute Schmid kennen wird.

13. Vom Überköthen.

Das Überköthen besteht in einer Überdehnung der Sehnen des Fesselgelenkes, was sich die Pferde beim schnellen Laufen auf unebenen Wegen leicht zuziehen. Man erkennt es daran, daß die Pferde mit diesem Gelenke gerade stehen, beim Befühlen desselben Schmerz äußern und beim Gehen leicht damit überkippen.

Um das Übel zu heilen, muß man das Gelenk mit einer vier Finger breiten Binde ziemlich stramm, doch nicht zu fest umwickeln und das Gelenk in den ersten Tagen mit Löschwasser (s. JX§ 2) fleißig an­feuchten: nach drei bis vier Tagen nimmt man die Binde ab, reibt die vordere Seite des Beines mit dem Spiritus JXi 16 ein und giebt dem Pferde noch einige Tage Ruhe, wenn es auch nicht mehr hinkt, denn es ist nicht mal gut, daß man es in den ersten acht Tagen aus dem Stalle zieht, um zu sehen ob es sich schon gebessert habe.

14. Vom Sehnenklapp.

Der Sehnenklapp kommt an den Vorderschen­keln vor und besteht in einer Überdehnung des

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