Äußerliche Krankheiten der Pferde. 21

und sind die Kennzeichen derselben wol Jedem hin­länglich bekannt. Ihrer Natur nach ist sie der Raspe ähnlich und ich habe sie, besonders wenn sie noch neu war, durch dieselben Mittel die dort an­gegeben stehen jedesmal Ln wenigen Tagen von Grund aus geheilt.

18. Wunden vom Stürzen welche oftmals am Knie u. s. w. Vorkommen, heilt man auf dieselbe Art wie dies im ersten Kapitel bei den Wunden gesagt ist.

19. Gallen.

So nennt man kleine, kalte, weiche Geschwülste, welche bisweilen am Körper sich zeigen. Sie beste­hen in einer Ausbeutelunss von Gelenkschmiere oder Sehnenschleim in die Gelenk- und Sehnenhäute und kommen deshalb an allen Gelenken und Seh­nen vor, welche nicht zu tief gelagert sind, so hat man Vorder- und Hinterkniegallen, Sehnengallen, Fesselgallen, Leistengallen und dergl. mehr.

Die Gallen sind solche Fehler, welche an und für sich, als auch der Brauchbarkeit der Thiere im geringsten nicht nachtheilig sind, sondern das Ge. wicht welches man beim Kaufen oder Verkaufen der' Pferde auf ihr Vorhandensein legt, läuft nur auf Handelsspeculationen aus. Ich habe wenigstens nur etwa zwischen tausend Pferden wol mal eins jge- troffen, welches nach sehr starkem Laufen in Folge der Gallen etwas lahm wurde, habe dann aber je­desmal binnen drei bis vier Tagen die Lähmung dadurch geheilt, daß ich die Gallen erst mit kaltem