Ruf:Lydia Höre mich, oder ich erſchieße mich auf der Stelle! aus dem Dunkel hervortrat.

Es war der Baron Kos, der mit einer Piſtole in der Hand ſich meinem Fenſter naͤherte. Ich wußte nicht, was ich thun oder laſſen ſollte. Furcht, daß er ſeine Drohung erfuͤllen koͤnne, wenn ich das Fenſter verließ, und Beſorgniß, daß irgend jemand, ſchon die unter mir wohnende Ober-Hofmeiſterin Verdacht gegen mich ſchoͤpfen möchte, wenn ich blieb, ſtritten mit einander und ſetzten mich in nicht geringe Verlegenheit. Gluͤcklicherweiſe hatte die alte Dame gleich mir, nicht ſchlafen koͤnnen und des Barons Ruf gehört. Sie ſtand auf, oͤffnete das Fenſter und er entfloh. Sie haben mich aus einer ungeheuren Verlegenheit erloͤſet, rief ich ihr hinunter.

Es freut mich, daß ich dieß glauben darf. Se tzen Sie Sich keinem Ruͤckfall aus. Wir ſprechen Morgen mehr daruͤber. Fuͤr jetzt, will ich die Wa che aber doch praͤveniren laſſen. Gute Nacht, ant­wortete ſie.

Wir ſchloſſen beide unſere Fenſter und ich ſuchte die Ruhe von neuem. Lange noch hörte ich, jetzt