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geben wurden, fielen der Tante in die Hände. Der Zufall gab ihr eine guͤnſtige Gelegenheit, Louiſen ei: nen Beweis zu liefern, wie unwerth ich ihrer ſey, und ſie benutzte ſie ſo gut, daß ihre Nichte wirklich eine Zeitlang an mir zweifelte und in ihrem Unwillen der Tante das Verſprechen gab, den Vetter zu heira­then, wenn ich nicht puͤnktlich mit Ablauf des ſtipu­lirten Jahres zuruͤckkaͤme und mich nicht rechtfertigen koͤnne.

Der Fall war der: In des Geheimenraths Hauſe hatte ich eine junge, ſehr ſchoͤne aber etwas leicht: glaͤubige Dame kennen gelernt und in mehreren Se: ſellſchaften wiedergeſehen. Louiſe ſelbſt hatte mich auf ſie aufmerkſam gemacht und, ſo wie auch ihren Bruder, veranlaßt, ſie gegen die uͤbrigen jungen Maͤn­ner, welche ihre Leichtglaͤubigkeit und Naivetaͤt zuweilen mißbrauchten, einigermaßen in Schutz zu nehmen, was uns beiden ſo gut gelang, daß man uns in der Geſellſchaftder ſchoͤnen Eleonore Ritter nannte. In dieſer Eigenſchaft hatte ich ſie, waͤhrend meiner letzten Anweſenheit in L... vor dem Feldzug nach Spanien, eines Abends, als ihre Eltern die bei Louiſens Vater verſammelte Geſellſchaft früher verlaſ­