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Das erste das ist Zünde, die soll der Mensch an ihm tödtcn mit Tugenden: rvann nach der Weise als der Mensch gekcrret ist von Gott mit Sün- den, also muss er sich wider nahen ?u Gott mit Tugenden; das spricht Paulus:Als ihr habet geboten eure Glieder zu dienen den Zünden in Ungerechtigkeit, also gebietet auch euren Gliedern zu dienen der Tugend in Gerechtigkeit." Wann der Mensch hat von sich Neigung zu Zünden, und darum muss er sich an allen Tugenden üben, will er allen Gebresten überwinden: und Niemand nehme sich an, ohne Zünde zu sezm, es se^ denn dass er wisse sich zu haben alle Tugend.

5 .

Nun mögte man sprechen: Wer weiss ob er alle Tugend habe? Hierzu antworte ich, und spreche, als Sanct Johannes spricht:Wer in Gott ge- borcn ist, der mag nicht sündigen." Wann in demselben Nu, so Gott der Vater gebiert seinen Sohn in der Seelen, so vergehen alle Zünden und alle Ungleichheit, und werden in ihm geboren alle Tugenden in einer Gleichheit Gottes: und in dem­selben Nu stehet der Mensch ohne Zünde in allen Tugenden. Und dann so hat der Mensch auch alle Tugenden, so er alles das er gcleisten mag hat gekehrt aut die Tugend, und dass er mit einem