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bene Weise zu gebrauchen, geben kann, so nennen Sie mir dieselbe und ich werde Ihnen außerordentlich dankbar sein.

Alb in. Versuchen Sie, Herr Doctor, Ihre Kunst an mir.

!)>-. Hernolph. Wahrscheinlich soll, ich Ihre verborgenen Tu­genden an's Licht ziehen und Sie belohnen?

Al bin. Sie solle» meine Fehler aufdecken und mich bessern.

!)>-. Hernolph. Sie scheinen hauptsächlich zwei Fehler zu haben, einen mehr äußerlichen, den Eigendünkel, den Sie in reiferen Jah­ren, wenn Sie die Welt und die Menschen besser kennen gelernt ha­ben, ablegcn durften, und einen innerlichen, die dichterische Passivität, die schöngeistige Selbstgenügsamkeit.

Al bin. Gegen den ersten kämpfe ich vergebens an.

Dr Hern olp h. Kämpfen Sie weiter, kämpfen Sie auch gegen den zweiten, der Ihre Thätigkeit liach außen lahm legt: Sie werden nicht vergebens kämpfen.

Alb in. So versuchen Sic Ihre Kunst an meinen Schwägern; ihnen ist eine bessernde Hand sehr nöthig.

D,. Hernolph. Erzählen Sie mir von ihnen und ihren Feh­lern; nur malen Sie' nicht zu schwarz. Der Eine, glaube ich, ist Zahnarzt

A lbin. Der künstliche Gebisse verfertigt und in ihrer Anpreisung so weit geht, daß er Jedermann anräth, sich die gesunden Zähne sämmt- lich auörcißen, und sie sich durch ein solches Gebiß ersetzen zu lassen.

Dr. Hernolph. Das sind Fehler des Handwerks, mit denen ich nichts zu thnn habe. Einen solchen Menschen zu bessern, giebt es nur ein Mittel: diese Operation an seinem eigenen Gebiß vorznnehmcn. Der zweite ist Journalist

Alb in. Der sich mit den finanziellen und nationalökonomischen Zuständen der ganzen Welt beschäftigt, und während er aller Welt finanzielle Nathschläge crtheilt und sie belehrt, wie den Haushalt in guter Ordnung zu halten, ruinirt er seine eigenen Finanzen in einem unglücklichen Zeitungsunternehmen uitd läßt seinen eigenen Haushalt zu Grunde gehen.

Di'. Herno lph. Das ist schon etwas für mich. Es ist das ein häufig vorkommender Fehler: sich in fremde Angelegenheiten rathend und unterweisend zu mischen und darüber die eigenen zu vernachläs­sigen. Der dritte ist Philanthrop

A lbin. Ein weitbekannter Philanthrop, schier ein berühmter Mann, den ich aber nicht naher kenne, weil er in Paris wohnt. Je­doch, wenn die Hälfte von dem wahr ist, was er, einen Fuß noch im Wagen, von seiner lieben Person rühmte: das Ansehen, dessen er in der Welt genieße, die Furcht, die seine Gegenwart unter den Lei­tern öffentlicher Wohlthätigkeitsanstalten errege: so dürfte er ein großer Schurke sein, dem die Maske der Philanthropie das Sündigen erleichtert.