C ap it e l XII.
Gräber.
Sücuor wir unsere Beschreibung der Gräber beginnen, welche sich am Wege hinziehen, wenn der Besuchende von Neapel herkommt, und ihn auf die Todtenstille vorzuberei- len scheinen, die in der lange verschüttet gewesenen Stadt herrscht, und wegen ihres ContrasteS mit dem heitern und festlichen Style in den Verzierungen, durch den sich die ihn umgebenden Ueberreste immer noch anSzeichncn, um so mehr auffällt, ist cs unsere Absicht, so wie wir es bereits in andern Fällen gcthan haben, über den Gegenstand, wo- von wir im vorliegenden Capiiel ausführlich handeln wollen, zum Besten derjenigen unter unfern Lesern, die mit den Formen der römischen Leichenbegängnisse, Trauerfeier- lichkeiten u. s. w. nicht vertraut sind, einige allgemeine Bemerkungen vorauszuschicken.
Wie groß, bis zur Abgeschmacktheit groß auch immer daS Gewicht seyn mag, welches Mangel an Bildung oder frommer Wahn auf eine gehörige Ausübung von Begrab, oißceremonien in der gegenwärtigen Zeit legen, so erscheint

