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An einen Probst (Kvnsistorinl-Räth, Sttperintert« deuten).
1) Hochwürdiger Herr,
Hochgeehrtester Herr Probst!
2) Euer Hochwürden.
4) Des König!. Probstes Herrn N. zu N. Hochwürben.
An einen Prediger, Pfarrer.
1) Hochehrwürdiger Herr,
Hochgeehrtester Herr!
2) Euer Hochehrwürden.
4) An Seine Hochehrwürden den Herrn Prediger N.
An einen Küster, Kantor, Kirchwart.
1) Ehrwürdiger Herr!
2) Euer Ehrwürden.
4) Herrn Kantor. N. Ehrwürden.
Dieses Prädikat Ehrwürden kommt allmalig ab, und man bedient sich dabei lieber der Bezeichnung: Hoch edelgeboren.
D. Titulatur der Frauen.
Frauen erhalten den Titel ihrer Männer, worin sich wieder das Lächerliche des deutschen Titelwesens zeigt; man nehme nur solche Zusammenstellungen, wie Frau Rittmeisterin. Es ist daher sehr wünschenswerth, daß die Sitte, die Frauen adlichen und des hohem bürgerlichen Standes mit: Gnädige Frau, bei den ändern Standen aber mit: Madame zu titnli- ren, allgemein werden möchte. Auf der Addresse freilich wird sich die volle Titulatur des Mannes nach unfern Begriffen nicht vermeiden lassen.
Frauen der Geistlichen erhalten, wenn ihre Männer H o ch- rviirden sind, bas Prädikat: Hochwohlgeboren oder Wo hl geboren; sind Frauen dagegen selbst geistlichen Standes, so erhalten sie die geistlichen Titulaturen.
Damen fürstlichen Standes erhalten den vollen Titel des Geürahls; nur ändert sich auf der Addresse das Seine in Ihre oder Jhro, welches Letztere allmälig abkommt. In dem Konterte des Schreibens aber bleibt das: Eure oder Ew. also nicht:
Jhro Wohlgeboren haben in dem letzten Schreiben rc. sondern:
Ew. Wohlgeboren haben in dem letztem Schreiben rc.
Unverheiratete Prinzessinnen erhalten den Titel: Frau; Unvecheirathete adlichen Standes: H o ch w o h l g e b o r e n und G und iaesFrau lein, bürgerlichen Standes:Wohlgeboren und Frau lein. Der Titel Demoiselle wird immer seltner.

