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An eine Aebtissin.

1) Hochwürdige Frau,

2) Eure Hvchwürden.

4) Ihrer Hochwürden der Frau Aebtissi'n.

An die Gemahlin eines Rathes.

1) Wohlgeborne Frau,

Hochgeehrteste Frau Regierungs-Rathin!

2) Eure Wohlgeboren.

4) An Ihre Wohlgeboren der Frau Regierungs - Rathin N.N.

Auf gleiche Weise gestaltet sich die Titulatur der Frauen von Männern, welche das Prädikat: Wohlgeboren erhalten. Bei Frauen geringen Standes schreibt man: Geehrteste Frau, oder geehrteste Demoiselle.

Diese Regeln werden hoffentlich für jeden vorkommenden Fall die Anleitung zu einer richtigen Wahl der Titulatur ge­ben. Wo der Schreiber wegen des einen oder andern Aus­druckes in Verlegenheit gerathen sollte, wird er wohl thun, lie­ber etwas zu viel, als zu wenig Ehre zu erzeigen; nur verfalle er dabei nicht in einen knechtischen Styl. Möchte ferner Jeder nach seinen Kräften beitragen, das lästige For- menwesen der Titulatur zu vereinfachen.

Besonderer Theil,

welcher die Belehrung zur Ausfertigung der verschiedenen Gattungen schriftlicher Aufsähe nebst Beispielen und Schemata enthält.

Kapitel VI.

Von Briefen.

1. Aeussere Form derselben.

Ueber die äussere Form schriftlicher Aufsatze aller Art, war schon weiter oben im allgemeinen Theile die Rede. Wir fügen daher hier nur noch einige wenige Regeln bei, welche sich spe­ziell auf Briefe beziehen.