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Vas zunächst das Material betrifft, so müssen feines Briefpapier (in ganzen Bogen von nicht gar zu großem For­mate, sonst in halben Bogen, die zusammengelegt werden) eine gute, schwarze Tinte, und eine reine, leserliche, und wo mog-. lich auch schöne Handschrift im Vereine dazu beitragen, einen angenehmen, oder wenigstens keinen widerlichen Eindruck auf den Empfänger unsers Briefes zu machen, und ihn im Vor­aus schon für uns und unsre Absichten einzunehmen.

Die Eint heil un g des Raumes auf dem Papiere ge­schieht dergestalt, daß man 3 Querfinger breit vom oben, Rande ab die Titulatur schreibt, und unter derselben wieder einen eben so breiten Raum laßt, ehe man die Schrift des Briefes selbst anfängt. Ist aber diejenige Person, an welche man schreibt, sehr viel höher im Range als der Schreibende, so muß der Zwischenraum zwischen Titulatur und Kontert noch bedeutend größer seyn, dergestalt, daß die Schrift tiefer herunter kommt,' und nach Umstanden auf der ersten Seite nur 3, 2 oder nur eine Zeile einnimmt. Eben so verhält es sich auch mit der Unterschrift des Briefausstellers, welche rechter Hand auf. der letzten Seite, und zwar um so weiter nach unten zu stehen kommt, je vornehmer die Person ist, an welche der Brief ge-' richtet. Ort und Darum pflegen der Namens-Unterschrift gegenüber, doch etwas höher auf die linke Seite gesetzt zu wer- den, wovon jdoch die freundschaftliche und kaufmännische Kor­respondenz eine Ausnahme macht, bei welcher gewöhnlich Ort und Datum auf der ersten Seite des Briefes dicht unter den ober», Rand rechter Hand oberhalb des Titels geschrieben werden. Bei Geschäftsbriefwechsel, namentlich dem kaufmännischen, ist auch jetzt die lobenswerthe Einrichtung fast durchgängig ange­nommen, sich gar keiner Titulatur zu bedienen, sondern die bloße Addresse auf die erste Seite des Briefes, linker Hand, dem Ort und Darum gegenüber, jedoch ein wenig tiefer, zu bemerken, und dann unmittelbar, nach einem gelassenen kleinen Zwischenräume von 2 oder 3 Quersinger, den Brief anzufan- gen, folgeudergestalt:

Hamburg am 6. Juni 1829. Herrn I. F. Weigert in Straßburg oder auch so:

Hamburg am 6. Juni 1829. Straß bürg Herrn I. F. Weigert.

Auch pflegt man statt der Titulatur, wenn man an Per-; sonen gleichen Standes und in Geschäften schreibt, sich häufig der Anrede zu bedienen, und daran den Kontert des Briefes zu schließen, z. B.